{"id":3357,"date":"2026-05-17T15:15:53","date_gmt":"2026-05-17T13:15:53","guid":{"rendered":"https:\/\/ld-niedersachsen.de\/?post_type=programm&#038;p=3357"},"modified":"2026-05-17T15:15:53","modified_gmt":"2026-05-17T13:15:53","slug":"berufliche-bildung","status":"publish","type":"programm","link":"https:\/\/ld-niedersachsen.de\/en\/programm\/berufliche-bildung\/","title":{"rendered":"Bildung: Berufliche Bildung"},"content":{"rendered":"<p class=\"wp-block-paragraph\">Die berufliche Bildung ist ein Erfolgsmodell, auf das Niedersachsen stolz sein kann. W\u00e4hrend in vielen europ\u00e4ischen L\u00e4ndern die Jugendarbeitslosigkeit dramatische Ausma\u00dfe annimmt, sorgt unser duales Ausbildungssystem f\u00fcr verl\u00e4ssliche Perspektiven und qualifizierte Fachkr\u00e4fte. Die enge Verzahnung von praktischer Ausbildung im Betrieb und theoretischer Bildung in der Berufsschule vermittelt nicht nur fachliche Kompetenzen, sondern bereitet junge Menschen umfassend auf ein selbstbestimmtes Berufsleben vor. Gleichzeitig garantiert dieses System unserer Wirtschaft den Nachwuchs an Fachkr\u00e4ften, den sie f\u00fcr ihre Wettbewerbsf\u00e4higkeit braucht.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Doch dieses bew\u00e4hrte System steht vor erheblichen Herausforderungen. Die Zahl der neu abgeschlossenen Ausbildungsvertr\u00e4ge sinkt seit Jahren, immer mehr Betriebe ziehen sich aus der Ausbildung zur\u00fcck, w\u00e4hrend gleichzeitig tausende Ausbildungspl\u00e4tze unbesetzt bleiben. Besonders alarmierend ist die wachsende Zahl junger Menschen, die im sogenannten \u00dcbergangssystem feststecken \u2013 einem undurchsichtigen Geflecht aus Ma\u00dfnahmen und Bildungsg\u00e4ngen, das allzu oft zu Warteschleifen statt zu Perspektiven f\u00fchrt. Mehr als ein Drittel aller Schulabg\u00e4nger durchl\u00e4uft heute Angebote, die nicht zu einem vollqualifizierenden Berufsabschluss f\u00fchren.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">F\u00fcr uns Liberale ist klar: Die berufliche Bildung muss gesellschaftlich und finanziell der akademischen Ausbildung gleichgestellt werden. Wir wollen ein durchl\u00e4ssiges, flexibles Bildungssystem, das jedem jungen Menschen die Chance auf einen qualifizierten Berufsabschluss bietet \u2013 unabh\u00e4ngig vom Schulabschluss oder sozialen Hintergrund. Das \u00dcbergangssystem muss radikal vereinfacht, die Berufsschulen modernisiert und die Attraktivit\u00e4t der dualen Ausbildung erh\u00f6ht werden. Dabei setzen wir auf klare Strukturen statt b\u00fcrokratischen Wildwuchs, auf individuelle F\u00f6rderung statt Standardprogramme und auf echte Durchl\u00e4ssigkeit zwischen allen Bildungswegen.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Berufsorientierung und \u00dcberg\u00e4nge in und aus der Ausbildung<\/h3>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Der \u00dcbergang von der Schule in die Berufsausbildung entscheidet \u00fcber Lebenschancen. Doch viel zu viele Jugendliche finden nach dem Schulabschluss nicht direkt den Weg in eine Ausbildung. Das liegt nicht nur am Ausbildungsplatzangebot, sondern auch daran, dass junge Menschen oft zu sp\u00e4t und zu oberfl\u00e4chlich \u00fcber ihre beruflichen M\u00f6glichkeiten informiert werden. Die Berufsorientierung an allgemeinbildenden Schulen ist heute zu oft dem Zufall \u00fcberlassen \u2013 abh\u00e4ngig vom Engagement einzelner Lehrkr\u00e4fte und den Kontakten der Eltern. Besonders Jugendliche aus bildungsfernen Familien oder mit Migrationshintergrund bleiben so auf der Strecke.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Gleichzeitig erleben wir ein paradoxes Ph\u00e4nomen: W\u00e4hrend tausende Ausbildungspl\u00e4tze unbesetzt bleiben, finden tausende ausbildungswillige Jugendliche keinen Platz. Diese Matching-Probleme entstehen durch unzureichende Information, regionale Ungleichgewichte und zu starre Strukturen. Wir brauchen eine Berufsorientierung, die alle Sch\u00fcler_innen erreicht, die fr\u00fch beginnt und die kontinuierlich begleitet. Und wir brauchen eine \u00dcbergangsbegleitung, die gef\u00e4hrdete Jugendliche nicht allein l\u00e4sst.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Das sogenannte \u00dcbergangssystem ist zu einem Labyrinth geworden, in dem sich weder Jugendliche noch Fachleute zurechtfinden. Bundesweite und landesweite Programme, kommunale Angebote, Ma\u00dfnahmen der Arbeitsagenturen und Bildungsg\u00e4nge der Berufsschulen bilden ein undurchschaubares Geflecht. F\u00fcr die Betroffenen bedeutet dies oft: Sie durchlaufen Ma\u00dfnahme um Ma\u00dfnahme, ohne dass sich ihre Chancen auf einen Ausbildungsplatz wirklich verbessern. Wir brauchen ein \u00dcbergangssystem, das transparent ist, das hohe Qualit\u00e4t garantiert und das tats\u00e4chlich in Ausbildung m\u00fcndet.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Unsere Pl\u00e4ne:<\/strong><\/p>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\">\n<li><strong>Potenzialanalyse ab Klasse 7:<\/strong> In allen Schulformen des Landes f\u00fchren wir durch eine Vorverlegung und Verst\u00e4rkung des Programms \u201cKein Abschluss ohne Anschluss (KAoA)&#8220; ab der 7. Klasse standardisierte Potenzialanalysen durch, die die individuellen St\u00e4rken, Interessen und Entwicklungsbedarfe aller Jugendlichen erfassen. Diese werden wissenschaftlich fundiert durchgef\u00fchrt und dienen als Grundlage f\u00fcr eine individuelle Berufswegeplanung, die gemeinsam mit den Jugendlichen, ihren Eltern und der Schule entwickelt wird.<\/li>\n\n\n\n<li><strong>Verbindliche Berufsorientierung an allen Schulen:<\/strong> Berufsorientierung wird wichtiger Bestandteil des Unterrichts an allen weiterf\u00fchrenden Schulen in Niedersachsen \u2013 auch an Gymnasien. Ab Klasse 7 werden alle Sch\u00fcler_innen systematisch \u00fcber berufliche Perspektiven informiert, lernen verschiedene Berufsfelder kennen und entwickeln eine realistische Vorstellung von ihren M\u00f6glichkeiten nach dem Schulabschluss. Die berufliche Ausbildung wird dabei gleichrangig neben dem Studium pr\u00e4sentiert.<\/li>\n\n\n\n<li><strong>Verpflichtende Betriebspraktika f\u00fcr alle:<\/strong> Jede Sch\u00fcler_in absolviert mindestens zwei mehrw\u00f6chige Betriebspraktika in unterschiedlichen Berufsfeldern. Diese werden in der Schule vor- und nachbereitet und gehen in die Benotung ein. Zus\u00e4tzlich erm\u00f6glichen wir Kurzpraktika von 5-10 Tagen, f\u00fcr die sich Sch\u00fcler_innen bei entsprechender Betriebsbest\u00e4tigung vom Unterricht befreien lassen k\u00f6nnen.<\/li>\n\n\n\n<li><strong>\u00dcbergangsbegleitung f\u00fcr gef\u00e4hrdete Jugendliche:<\/strong> Jugendliche, bei denen die Potenzialanalyse oder der Schulverlauf darauf hindeuten, dass der \u00dcbergang in die Berufsausbildung schwierig werden k\u00f6nnte, erhalten sp\u00e4testens im letzten Schuljahr eine individuelle \u00dcbergangsbegleitung durch qualifizierte Berufseinstiegsbegleitung. Diese unterst\u00fctzen bei der Berufswahl, der Ausbildungsplatzsuche, Bewerbungen und begleiten bis zur sicheren Einm\u00fcndung in Ausbildung \u2013 bei Bedarf auch dar\u00fcber hinaus.<\/li>\n\n\n\n<li><strong>Digitale Berufsberatungsplattform:<\/strong> Wir schaffen eine landesweite digitale Plattform, auf der alle Jugendlichen Zugang zu umfassenden Informationen \u00fcber Ausbildungsberufe, freie Ausbildungspl\u00e4tze und Beratungsangebote haben. KI-gest\u00fctzte Chatbots erm\u00f6glichen niedrigschwellige Erstberatung rund um die Uhr. Videoberatungen erg\u00e4nzen die pers\u00f6nlichen Angebote vor Ort, um auch im l\u00e4ndlichen Raum gute Beratung zu gew\u00e4hrleisten.<\/li>\n\n\n\n<li><strong>Reduktion des \u00dcbergangssystems auf wenige Grundtypen:<\/strong> Wir reduzieren die Vielzahl der \u00dcbergangsma\u00dfnahmen und -bildungsg\u00e4nge auf zwei klare Grundtypen: Erstens Angebote f\u00fcr noch nicht ausbildungsreife Jugendliche, die gezielt zur Ausbildungsreife f\u00fchren und bei deren Erreichen eine verbindliche Zusage auf einen vollqualifizierenden Ausbildungsplatz erfolgt. Zweitens eine einj\u00e4hrige betriebsnahe Vorbereitung f\u00fcr ausbildungsreife Jugendliche, die noch keine Ausbildung gefunden haben, mit dem Ziel der direkten \u00dcbernahme in Ausbildung.<\/li>\n\n\n\n<li><strong>Betriebliche Praxis im Mittelpunkt:<\/strong> Alle Ma\u00dfnahmen und Bildungsg\u00e4nge im \u00dcbergangsbereich werden so gestaltet, dass betriebliche Praxisphasen mindestens 50 Prozent der Zeit ausmachen. Nur durch echten Kontakt zur Arbeitswelt k\u00f6nnen Jugendliche realistische Berufsvorstellungen entwickeln und zeigen, was in ihnen steckt. Gleichzeitig lernen Betriebe potenzielle Auszubildende kennen.<\/li>\n\n\n\n<li><strong>Schulabschl\u00fcsse im \u00dcbergangssystem:<\/strong> Alle Bildungsg\u00e4nge und Ma\u00dfnahmen im \u00dcbergangsbereich erm\u00f6glichen grunds\u00e4tzlich den Erwerb eines ersten oder h\u00f6herwertigen Schulabschlusses. Damit wird investierte Zeit doppelt genutzt: f\u00fcr die Verbesserung der Ausbildungschancen und f\u00fcr bessere Bildungsabschl\u00fcsse.<\/li>\n\n\n\n<li><strong>Landesweite Qualit\u00e4tsstandards:<\/strong> Wir definieren verbindliche Qualit\u00e4tsstandards f\u00fcr alle Angebote im \u00dcbergangsbereich: maximale Gruppengr\u00f6\u00dfen, Qualifikationsanforderungen f\u00fcr das Personal, verpflichtende individuelle F\u00f6rderplanung und regelm\u00e4\u00dfiges Monitoring der Vermittlungserfolge. Angebote, die diese Standards nicht erf\u00fcllen, werden nicht mehr gef\u00f6rdert.<\/li>\n\n\n\n<li><strong>Keine Warteschleifen mehr:<\/strong> Jugendliche, die ein Angebot des \u00dcbergangssystems beginnen, aber die vereinbarten Ziele ohne nachvollziehbaren Grund nicht verfolgen, k\u00f6nnen nach Abmahnung von der weiteren Teilnahme ausgeschlossen werden. Umgekehrt haben Jugendliche, die ihre Vereinbarungen erf\u00fcllen, einen Rechtsanspruch auf die zugesagten Anschlussangebote.<\/li>\n<\/ul>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Attraktive Berufsausbildung, die Talente erfolgreich f\u00f6rdert<\/h3>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die duale Ausbildung leidet unter einem Imageproblem. Zu oft wird sie als Notl\u00f6sung f\u00fcr diejenigen gesehen, f\u00fcr die ein Studium nicht infrage kommt. Diese Geringsch\u00e4tzung der beruflichen Bildung ist nicht nur ungerecht gegen\u00fcber den Auszubildenden und Fachkr\u00e4ften, sondern schadet auch unserer Wirtschaft, die dringend auf qualifizierten Nachwuchs angewiesen ist. Besonders Jugendliche mit Abitur entscheiden sich heute seltener f\u00fcr eine Ausbildung \u2013 eine verpasste Chance f\u00fcr beide Seiten.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Dabei bietet die berufliche Bildung hervorragende Karriereperspektiven. Meister, Techniker und Fachwirte verdienen h\u00e4ufig nicht weniger als Akademiker, und die Arbeitslosigkeit unter Fachkr\u00e4ften mit Berufsabschluss ist niedriger als unter Hochschulabsolventen. Doch diese Tatsachen sind zu wenig bekannt. Wir m\u00fcssen die Attraktivit\u00e4t der dualen Ausbildung steigern \u2013 durch bessere Rahmenbedingungen, mehr Durchl\u00e4ssigkeit und echte Wertsch\u00e4tzung.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Eine Ausbildung zu beginnen ist f\u00fcr viele junge Menschen auch eine finanzielle Herausforderung. Die Ausbildungsverg\u00fctung reicht gerade in den ersten Lehrjahren oft kaum zum Leben, besonders wenn f\u00fcr ein Zimmer oder eine Wohnung bezahlt werden muss. Hinzu kommen Kosten f\u00fcr Lehrmittel, Arbeitskleidung oder Fahrtkosten. F\u00fcr junge Menschen aus einkommensschwachen Familien kann dies zum Hindernis werden. Zudem sind die Arbeitszeiten in vielen Ausbildungsberufen noch immer unflexibel, was Eltern oder Menschen mit besonderen Betreuungspflichten den Zugang erschwert.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Unsere Pl\u00e4ne:<\/strong><\/p>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\">\n<li><strong>Abitur w\u00e4hrend der Ausbildung:<\/strong> Wir erm\u00f6glichen es allen Auszubildenden, parallel zur Ausbildung die Fachhochschulreife oder das Abitur zu erwerben. Hierf\u00fcr werden an Berufskollegs entsprechende Bildungsg\u00e4nge eingerichtet, die berufsbegleitend, in Abend- oder Wochenendkursen sowie digital absolviert werden k\u00f6nnen. Die erfolgreiche Teilnahme wird im Abschlusszeugnis der Ausbildung bescheinigt.<\/li>\n\n\n\n<li><strong>Durchl\u00e4ssigkeit zwischen Ausbildung und Studium:<\/strong> Inhalte und Pr\u00fcfungsleistungen aus der Ausbildung k\u00f6nnen auf fachlich geeignete Studieng\u00e4nge angerechnet werden \u2013 und umgekehrt. Wechsler zwischen den Bildungswegen k\u00f6nnen so Zeit sparen. Wir schaffen hierzu landesweit einheitliche und transparente Anrechnungsverfahren zwischen Berufskollegs, Hochschulen und Kammern.<\/li>\n\n\n\n<li><strong>Duales Studium massiv ausbauen:<\/strong> Die Zahl der dualen Studienpl\u00e4tze in Niedersachsen wird deutlich erh\u00f6ht \u2013 und zwar \u00fcber technische und wirtschaftliche Bereiche hinaus. Besonders in sozialen, gesundheitlichen und kulturellen Bereichen unterst\u00fctzen wir die Schaffung neuer dualer Studieng\u00e4nge. Diese d\u00fcrfen zeitlich nicht \u00fcberfrachtet sein und m\u00fcssen auch Masterperspektiven er\u00f6ffnen.<\/li>\n\n\n\n<li><strong>BAf\u00f6G f\u00fcr Auszubildende verbessern:<\/strong> Wir setzen uns auf Bundesebene f\u00fcr eine deutliche Erh\u00f6hung und Dynamisierung der Berufsausbildungsbeihilfe (BAB) und des Sch\u00fcler-BAf\u00f6G ein. Die Freibetr\u00e4ge werden an die gestiegenen Lebenshaltungskosten angepasst, die Verm\u00f6gensanrechnung wird entsch\u00e4rft.<\/li>\n\n\n\n<li><strong>Azubi-Ticket f\u00fcr ganz Niedersachsen:<\/strong> Alle Auszubildenden in Niedersachsen erhalten ein verg\u00fcnstigtes Ticket f\u00fcr den \u00f6ffentlichen Nahverkehr, das im gesamten Landesgebiet g\u00fcltig ist und preislich deutlich unter dem Deutschland-Ticket liegt. F\u00fcr Auszubildende mit sehr weitem Schulweg \u00fcbernimmt die BAB die Kosten vollst\u00e4ndig.<\/li>\n\n\n\n<li><strong>Azubi-Wohnheime ausbauen:<\/strong> Wir f\u00f6rdern den Bau und die Sanierung von Azubi-Wohnheimen durch Zusch\u00fcsse und g\u00fcnstige Darlehen. Hierzu k\u00f6nnen leerstehende Geb\u00e4ude, etwa ehemalige Kasernen, umgenutzt werden. Auch Kooperationen zwischen Azubi- und Studierendenwohnheimen werden gef\u00f6rdert.<\/li>\n\n\n\n<li><strong>Teilzeitausbildung f\u00fcr alle \u00f6ffnen:<\/strong> Alle Ausbildungen, bei denen dies organisatorisch m\u00f6glich ist, werden auch in Teilzeit angeboten. Berufskollegs m\u00fcssen hierzu nach einer \u00dcbergangsphase und in f\u00fcr das Lehrpersonal langfristig tragbaren Arbeitsumst\u00e4nden flexible Unterrichtszeiten (auch abends und am Wochenende), Blockunterricht und digitale Formate anbieten. Dies erm\u00f6glicht Eltern, Menschen mit Pflegeverantwortung oder gesundheitlichen Einschr\u00e4nkungen den Zugang zur Ausbildung.<\/li>\n\n\n\n<li><strong>Schnellere Anerkennung f\u00fcr Berufserfahrene:<\/strong> Menschen, die mehrere Jahre ohne formale Ausbildung in einem Beruf gearbeitet haben, erhalten die M\u00f6glichkeit, durch eine verk\u00fcrzte Externenpr\u00fcfung einen anerkannten Berufsabschluss nachzuholen. Wir schaffen hierzu Vorbereitungskurse, die berufsbegleitend absolviert werden k\u00f6nnen.<\/li>\n\n\n\n<li><strong>Perspektiven f\u00fcr Studienabbrecher_innen:<\/strong> Studienabbrecher_innen erhalten umfassende Beratung und die M\u00f6glichkeit, erbrachte Studienleistungen auf eine Berufsausbildung anrechnen zu lassen. Wir schaffen verk\u00fcrzte Ausbildungswege f\u00fcr Studienabbrecher_innen, die deren bereits erworbene Kenntnisse anerkennen.<\/li>\n<\/ul>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Starke Betriebe, moderne Berufsschulen und qualifizierte Berufsschullehrer<\/h3>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Viele Betriebe, besonders kleine und mittlere Unternehmen, w\u00fcrden gerne ausbilden, sto\u00dfen dabei aber an Grenzen. Die Anforderungen der Ausbildungsordnungen k\u00f6nnen sie nicht vollst\u00e4ndig erf\u00fcllen, qualifiziertes Ausbildungspersonal fehlt, oder der b\u00fcrokratische Aufwand erscheint zu hoch. Besonders im l\u00e4ndlichen Raum und in Regionen mit Strukturwandel wird die Aufrechterhaltung betrieblicher Ausbildung zur Herausforderung. Gleichzeitig gibt es Betriebe, die Jugendliche mit Startschwierigkeiten ausbilden m\u00f6chten, aber unsicher sind, wie sie diese gut begleiten k\u00f6nnen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die Berufskollegs sind neben den BBS und den Kammern das R\u00fcckgrat der beruflichen Bildung in Niedersachsen. Hier findet der theoretische Teil der dualen Ausbildung statt, hier werden Schulabschl\u00fcsse nachgeholt, hier erwerben junge Menschen die Fachhochschulreife oder das Abitur mit beruflichem Schwerpunkt. Doch viele der Institutionen sind in einem beklagenswerten<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Zustand: marode Geb\u00e4ude, veraltete Ausstattung in Werkst\u00e4tten und Laboren, zu gro\u00dfe Klassen, fehlende Lehrkr\u00e4fte. Die Digitalisierung ist oft nicht \u00fcber Pilotprojekte hinausgekommen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">An den Berufskollegs herrscht dramatischer Lehrkr\u00e4ftemangel. In vielen Fachrichtungen k\u00f6nnen Stellen \u00fcber Jahre nicht besetzt werden, Unterricht f\u00e4llt aus, Klassen werden zusammengelegt, die Qualit\u00e4t leidet. Ein Grund daf\u00fcr ist, dass die Anforderungen an Berufsschullehrkr\u00e4fte sehr hoch sind \u2013 oft wird ein Studium mit Masterabschluss vorausgesetzt. Gleichzeitig bietet die Wirtschaft vielen Fachkr\u00e4ften attraktivere Perspektiven als der Schuldienst. Wir brauchen dringend neue Wege in den Beruf der Berufsschullehrkraft.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Unsere Pl\u00e4ne:<\/strong><\/p>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\">\n<li><strong>Externes Ausbildungsmanagement:<\/strong> Jeder Betrieb in Niedersachsen kann kostenfrei auf externe Ausbildungsberatung zur\u00fcckgreifen, die bei der Organisation und Durchf\u00fchrung der Ausbildung unterst\u00fctzen. Diese helfen bei der Vorbereitung auf die Ausbildung, der Auswahl geeigneter Bewerber_innen, der Integration von Jugendlichen mit Startschwierigkeiten und der Bew\u00e4ltigung von Konflikten w\u00e4hrend der Ausbildung.<\/li>\n\n\n\n<li><strong>Ausbildungsverb\u00fcnde f\u00f6rdern:<\/strong> Wir f\u00f6rdern intensiv die Bildung von Ausbildungsverb\u00fcnden, in denen mehrere Betriebe gemeinsam ausbilden und sich die Ausbildungsinhalte aufteilen. Besonders f\u00fcr kleinere Betriebe und im l\u00e4ndlichen Raum ist dies oft der einzige Weg, vollwertig auszubilden. Die Kammern \u00fcbernehmen hierbei eine koordinierende und beratende Rolle.<\/li>\n\n\n\n<li><strong>Assistierte Ausbildung ausbauen:<\/strong> F\u00fcr Betriebe, die Jugendliche mit besonderem F\u00f6rderbedarf ausbilden, bauen wir die assistierte Ausbildung aus. Sozialp\u00e4dagogische Begleitung, Nachhilfe und Krisenintervention werden kostenfrei zur Verf\u00fcgung gestellt, um Ausbildungsabbr\u00fcche zu verhindern.<\/li>\n\n\n\n<li><strong>Pr\u00e4mie f\u00fcr schwierige F\u00e4lle:<\/strong> Betriebe, die Jugendliche ausbilden, die besondere Startschwierigkeiten haben (etwa Abbrecher aus dem \u00dcbergangssystem, Langzeitarbeitslose oder Menschen mit Behinderungen), erhalten eine finanzielle Pr\u00e4mie f\u00fcr erfolgreich abgeschlossene Ausbildungen.<\/li>\n\n\n\n<li><strong>Sanierungsoffensive f\u00fcr Berufskollegs:<\/strong> Das Land stellt den Kommunen \u00fcber ein Sonderprogramm finanzielle Mittel f\u00fcr die Sanierung von Berufskollegs zur Verf\u00fcgung.<\/li>\n\n\n\n<li><strong>Moderne Ausstattung garantieren:<\/strong> Werkst\u00e4tten, Labore, Lehrk\u00fcchen und andere Praxiseinrichtungen an Berufskollegs m\u00fcssen dem aktuellen Stand der jeweiligen Branchen entsprechen. Wir verpflichten das Land zu einer j\u00e4hrlichen Bedarfsermittlung und stellen auf dieser Grundlage Mittel f\u00fcr die Modernisierung bereit. Ziel ist ein Ausstattungszyklus von maximal drei Jahren.<\/li>\n\n\n\n<li><strong>Digitale Vollausstattung:<\/strong> Alle Berufskollegs erhalten eine vollst\u00e4ndige digitale Infrastruktur mit fl\u00e4chendeckendem WLAN, digitalen Tafelsystemen, ausreichend Endger\u00e4ten und zeitgem\u00e4\u00dfer Software. Die Wartung wird durch professionelle IT-Dienstleistende oder \u201edigitale Hausmeister_innen&#8220; sichergestellt.<\/li>\n\n\n\n<li><strong>Kleinere Klassen und Gruppen:<\/strong> Die Klassengr\u00f6\u00dfen an Berufskollegs werden schrittweise reduziert. Im theoretischen Unterricht sinkt die Klassenobergrenze auf 24, in Klassen mit \u00fcberwiegend zugewanderten Sch\u00fcler_innenn auf 20. In Praxisgruppen gilt eine Obergrenze von 12, bei besonders anspruchsvollen oder gef\u00e4hrlichen T\u00e4tigkeiten von 10.<\/li>\n\n\n\n<li><strong>Berufsschulunterricht wohnortnah sichern:<\/strong> Wir wollen vermeiden, dass Auszubildende weite Strecken zur Berufsschule zur\u00fccklegen m\u00fcssen. Deshalb f\u00f6rdern wir auch kleinere Berufsschulstandorte im l\u00e4ndlichen Raum. Wo ausbildungsplatznahe Beschulung nicht m\u00f6glich ist, werden digitale L\u00f6sungen und Blockunterricht mit Unterbringung in Azubi-Wohnheimen erm\u00f6glicht.<\/li>\n\n\n\n<li><strong>Flexible Unterrichtszeiten:<\/strong> Berufskollegs m\u00fcssen Unterricht auch in ungewohnten Formaten anbieten: Abends, am Wochenende, als Blockunterricht, in Teilzeit, hybrid oder vollst\u00e4ndig digital. Dies erm\u00f6glicht Auszubildenden mit Kindern, Pflegeverantwortung oder gesundheitlichen Einschr\u00e4nkungen die Teilnahme.<\/li>\n\n\n\n<li><strong>Seiteneinstieg aus dem Studium vereinfachen:<\/strong> Hochschulabsolvent_innen mit fachlich passendem Studium k\u00f6nnen direkt in den Schuldienst einsteigen und berufsbegleitend in 24 Monaten die p\u00e4dagogische Qualifikation erwerben. Statt eines vollst\u00e4ndigen Vorbereitungsdienstes absolvieren sie eine Kombination aus Teilzeitlehrt\u00e4tigkeit (mit entsprechender Verg\u00fctung) und begleitenden Fortbildungen, die teilweise digital und in den Ferien stattfinden.<\/li>\n\n\n\n<li><strong>Seiteneinstieg aus der Praxis erm\u00f6glichen:<\/strong> Menschen mit Meisterbrief, Techniker-, Fachwirt- oder vergleichbarem Abschluss k\u00f6nnen als Fachlehrkr\u00e4fte an Berufskollegs t\u00e4tig werden. Wer zus\u00e4tzlich den Ausbildereignungsschein besitzt, kann die Qualifizierung um ein halbes Jahr verk\u00fcrzen. Wer nachweislich mindestens f\u00fcnf Jahre erfolgreich Auszubildende ausgebildet hat, kann ohne weitere p\u00e4dagogische Qualifizierung als Fachlehrkraft eingestellt werden.<\/li>\n\n\n\n<li><strong>Werkstattlehrkr\u00e4fte besser bezahlen:<\/strong> Werkstattlehrkr\u00e4fte, die den praktischen Unterricht in Werkst\u00e4tten, Laboren und Lehrk\u00fcchen leiten, werden von der Besoldungsgruppe A9 in die Gruppe A10 eingestuft. Ihre Arbeit ist gleichwertig mit der von Fachlehrkr\u00e4ften und muss entsprechend verg\u00fctet werden.<\/li>\n\n\n\n<li><strong>Doppelt\u00e4tigkeit in Betrieb und Schule erm\u00f6glichen:<\/strong> Fachlehrkr\u00e4fte k\u00f6nnen parallel in einem Betrieb und am Berufskolleg besch\u00e4ftigt sein. Dies erm\u00f6glicht den direkten Praxisbezug und macht das Berufsschullehramt f\u00fcr Fachkr\u00e4fte aus der Wirtschaft attraktiver. Wir schaffen hierf\u00fcr flexible Arbeitszeitmodelle.<\/li>\n<\/ul>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-group is-layout-constrained wp-block-group-is-layout-constrained\">\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Weitere Themenprogramme:<\/h2>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-query is-layout-flow wp-block-query-is-layout-flow\"><ul class=\"columns-3 wp-block-post-template is-layout-grid wp-container-core-post-template-is-layout-18ef8054 wp-block-post-template-is-layout-grid\"><li class=\"wp-block-post post-3357 programm type-programm status-publish hentry\">\n<h3 class=\"wp-block-post-title\">Bildung: Berufliche Bildung<\/h3>\n\n<div class=\"wp-block-post-excerpt\"><p class=\"wp-block-post-excerpt__excerpt\">Die berufliche Bildung ist ein Erfolgsmodell, auf das Niedersachsen stolz sein kann. W\u00e4hrend in vielen europ\u00e4ischen L\u00e4ndern die Jugendarbeitslosigkeit dramatische Ausma\u00dfe annimmt, sorgt unser duales Ausbildungssystem f\u00fcr verl\u00e4ssliche Perspektiven und qualifizierte Fachkr\u00e4fte. Die enge Verzahnung von praktischer Ausbildung im Betrieb und theoretischer Bildung in der Berufsschule vermittelt nicht nur fachliche Kompetenzen, sondern bereitet junge Menschen&hellip; <\/p><\/div>\n<\/li><li class=\"wp-block-post post-3354 programm type-programm status-publish hentry\">\n<h3 class=\"wp-block-post-title\">Bildung: Fr\u00fchkindliche Bildung<\/h3>\n\n<div class=\"wp-block-post-excerpt\"><p class=\"wp-block-post-excerpt__excerpt\">In der Fr\u00fchkindlichen Bildung werden die Grundsteine f\u00fcr ein erfolgreiches, erf\u00fcllendes Leben gelegt. Trotzdem ist sie bei uns in Niedersachsen keine Priorit\u00e4t. In Schweden oder Norwegen belaufen sich die Ausgaben in diesem Bereich auf fast 2 Prozent des Bruttoinlandsprodukts \u2013 Deutschland investiert nur etwa 1,1 Prozent. Jedes Kind in Niedersachsen muss Zugang zu hochwertiger Betreuung&hellip; <\/p><\/div>\n<\/li><li class=\"wp-block-post post-3352 programm type-programm status-publish hentry\">\n<h3 class=\"wp-block-post-title\">Bildung: Qualifizierung &amp; lebenslanges Lernen<\/h3>\n\n<div class=\"wp-block-post-excerpt\"><p class=\"wp-block-post-excerpt__excerpt\">Fit f\u00fcr die Arbeitswelt von morgen Der wirtschaftliche Wandel wartet nicht. Digitalisierung und Dekarbonisierung ver\u00e4ndern Berufsbilder schneller, als viele Besch\u00e4ftigte mithalten k\u00f6nnen. Gleichzeitig fehlen in Niedersachsen bereits heute Fachkr\u00e4fte in Schl\u00fcsselbranchen &#8211; von der IT \u00fcber das Handwerk bis zur Pflege. Wer nicht rechtzeitig in Weiterbildung investiert, riskiert den Anschluss. Das gilt f\u00fcr Einzelne ebenso&hellip; <\/p><\/div>\n<\/li><\/ul>\n\n<nav class=\"wp-block-query-pagination is-layout-flex wp-block-query-pagination-is-layout-flex\" aria-label=\"Pagination\">\n\n\n<div class=\"wp-block-query-pagination-numbers\"><span aria-current=\"page\" class=\"page-numbers current\">1<\/span>\n<a class=\"page-numbers\" href=\"?query-2-page=2\">2<\/a>\n<a class=\"page-numbers\" href=\"?query-2-page=3\">3<\/a>\n<span class=\"page-numbers dots\">&hellip;<\/span>\n<a class=\"page-numbers\" href=\"?query-2-page=6\">6<\/a><\/div>\n\n<a href=\"\/en\/wp-json\/wp\/v2\/programm\/3357?query-2-page=2\" class=\"wp-block-query-pagination-next\">Next Page<\/a>\n<\/nav>\n\n<\/div>\n<\/div>","protected":false},"author":10,"featured_media":0,"parent":0,"menu_order":0,"template":"","gremien":[],"organ":[],"class_list":["post-3357","programm","type-programm","status-publish","hentry"],"blocksy_meta":[],"acf":[],"yoast_head":"<!-- This site is optimized with the Yoast SEO plugin v27.6 - https:\/\/yoast.com\/product\/yoast-seo-wordpress\/ -->\n<title>Bildung: Berufliche Bildung &#8211; Liberale Demokraten Niedersachsen<\/title>\n<meta name=\"description\" content=\"F\u00fcr uns Liberale ist klar: Die berufliche Bildung muss gesellschaftlich und finanziell der akademischen Ausbildung gleichgestellt werden. 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